Wie Wasser sprudelig wird

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Soda, Sprudel, Mineralwasser oder Selters ist einfach Wasser, das gelöstes CO2 enthält. Kohlendioxidgas, das Mund und Rachen kitzelt oder, um es poetischer ausdrücken, quirlig. Einige mögen es, andere hassen es! Und wieder andere behaupten, dass Kohlensäure für eine Vielzahl von Erkrankungen des Organismus verantwortlich ist, von Karies und Kalziumverlust bis hin zum Reizdarmsyndrom. Aber all diese Anschuldigungen halten nicht wirklich stand. Natürlich gibt es viele Arten von sprudelnden Getränken, die leicht mit normalem Wasser verwechselt werden können, wie Tonic oder aromatisiertes Sprudelwasser. Während diese zusätzliche Süssstoffe und Aromen enthalten, so ist dies bei normalem kohlensäurehaltigem Wasser nicht der Fall.

Aber wie kommen all diese Blasen in unsere Getränke? Bevor die Wissenschaft lernte, wie man es automatisiert mit Maschinen macht, wussten wir bereits von alkoholischer Gärung. Dabei wird Zucker in Ethanol und Kohlendioxid umgewandelt. Honigwein, Birnenwein, Apfelwein, Bier, Champagner, Kwass, Kombucha wurden jahrhundertelang durch die Gärung auf natürliche Weise mit Kohlensäure versetzt. Doch erst Ende des 18. Jahrhunderts gelang es Wissenschaftlern, das erste kohlensäurehaltige Wasser erfolgreich zu produzieren. J.J. Schweppe entwickelte bald ein Verfahren zur Herstellung von Mineralwasser in Flaschen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön dafür! Wir müssen nicht verstehen, wie das damals gemacht wurde (es hat etwas mit ‘festgesetzter Luft’ zu tun…). Heutzutage wird kohlensäurehaltiges Wasser durch Einspritzen von unter Druck stehendem CO2 in Wasser hergestellt – der Druck erhöht die Löslichkeit des Gases. Wenn wir dann eine Dose öffnen oder den Flaschenverschluss aufdrehen, wird Gas freigesetzt und entweicht aus der Lösung, wodurch Sprudeln und Begeisterung entstehen.

Fan von sprudelnder Erfrischung? Für das eigene Karbonisieren braucht es nicht viel. Für eine DIY-Version schaut am besten im Internet nach einem Tutorial. Zu diesem Thema gibt es viel Lesestoff. Der einfachste Weg ist aber immernoch der Kauf eines speziellen Systems, auch bekannt als kohlensäureproduzierende Wassermaschine. Dazu finden sich viele Varianten.

Man kann es aber auch auf altmodische Weise tun, was unserer Meinung nach in jedem Fall am spannendsten ist! Dazu eignet sich eine Vintage-Seltersflasche. Sie sehen schön aus und der Prozess ist ziemlich einfach. Man benötigt einen an einem Siphon angeschlossenen Gaskanister und eine starke Hand, um das Ganze zu schütteln, bevor man das kohlensäurehaltige Wasser in ein Glas giesst. Cheers!

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