Pasta kochen

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Wir alle kennen die Prozedur – man fülle einen Topf mit reichlich Wasser, bringt es zum Kochen, salze es, wirft etwas Nudeln hinein, kocht es nach den Anweisungen auf der Rückseite der Packung, giesst das Wasser ab, gibt es auf den Teller und fertig. Praktisch jeder schwört, dass dies der richtige Weg ist. Und obwohl an dieser Methode absolut nichts auszusetzen ist, möchten wir die Kunst des Pasta zubereiten mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Und es scheint, als bräuchte man für den Anfang nicht so viel Wasser. Und es muss nicht einmal kochen. Was ist da los?

Zuallererst eine Bemerkung über das grosse Wasservolumen. Es wird immer wieder behauptet, dass es einen grossen Topf braucht, da die Nudeln schneller gar werden als in einem kleineren Topf. Aber die Annahme ist falsch. Lange Rede, kurzer Sinn – es geht um einen grösseren Wärmeverlust durch Verdunstung, einen grösseren Boden, der eine grössere Kochplatte erfordert (und diese ist in Haushaltskochherden normalerweise nicht besonders gross) und nachdem die Nudeln ins kochende Wasser gegeben wurden, dauert es einige Zeit, bis das Wasser erneut kocht. Wir sprechen hier von grossen Töpfen. Und sie sind eigentlich nicht besser als die kleineren. Sprich: man muss nicht den 10-Liter-Topf randvoll füllen, um ein Pasta-Mahl für zwei Personen zuzubereiten!

Eine andere Sache ist noch radikaler. Das Wasser, in dem die Nudeln kochen, muss nicht unbedingt kochen. Damit die Nudeln gar werden, sind zwei Dinge erforderlich: Flüssigkeitszufuhr (das ist Wasser) und Wärme (das ist erwärmtes Wasser). Wir alle haben uns daran gewöhnt, dass diese beiden Dinge Hand in Hand gehen, aber das müssen sie nicht. Selbst wenn man mit kaltem Wasser beginnt, werden die Nudeln immer noch hydriert, sie nehmen also durchaus genügend Feuchtigkeit auf. Die Nudeln können aber am Boden haften. Normalerweise ist dies jedoch kein ernsthaftes Problem für den Garprozess: Wir wissen alle, wie man einen Spatel verwendet, nicht wahr?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pasta sich tatsächlich am schnellsten zubereiteten lässt, wenn man eine Portion in einen Topf gibt, und nur gerade so mit Salzwasser bedeckt. Den (kleinen) Topf auf die Kochplatte stellen, Hitze einschalten und ab und zu umrühren, um ein Anhaften zu verhindern. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, muss man die Nudeln regelmässig überprüfen, ob die gewünschte al dente Konsistenz erreicht ist. Der Kochvorgang kann natürlich so lange dauern, bis die Nudeln genau so sind, wie man sie liebt. Es geht doch nur darum, dass man glücklich ist!

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