Karotte – Fakten

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Wir bringen Fakten über die Karotte auf den Tisch

Die Karotte – oder auch Rüebli in der Schweiz – gehört zu der Familie der Doldenblütler und hat einen ausserordentlich hohen Carotingehalt. Die gesunde Wurzel hat ihre orange Farbe durch das Beta-Carotin. Das Carotin ist allerdings nicht namensgebend für die Karotte. Der Name kommt von “Carota”. Das bedeutet im Deutschen “verbrannt”, was auf die Farbe der Wurzel in der Antike Rückschluss gibt: Damals war die Wurzel nämlich noch purpur.

Wir listen in diesem Blogbeitrag drei Facts zum Wurzelgemüse Karotte auf – und was an diesen Aussagen dran ist.

Fact 1: “Rüebli git schöni Büebli”

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oher dieser Spruch wohl kommt…? Ein mögliche Erklärung wäre, dass sich die Wörter “Rüebli” und “Büebli” super reimen und sich irgendeine Mama wohl gedacht hat, dass sie so ihre Kinder zu mehr Gemüseverzehr bringt. Eine etwas seriösere Erklärung zur inhaltlichen Herkunft wäre die Färbung des Hauttons durch das Essen vieler Rüebli. Das Beta-Carotin der Karotten wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Dieses soll anscheinend einen schönen Teint geben. Richtig braun machen sie natürlich nicht, aber die Haut kann durch einen “reichlichen” Konsum von Karotten einen etwas dunkleren Farbton annehmen. Die Carotinverbindungen lagern sich in der äussersten Hautschicht ein und geben der Haut eine golden-rötliche Tönung. Wer das durch Rüebli erreichen will, wird aber erst nach einigen Wochen Rüebliverzehr Ergebnisse sehen.

Fact 2: Rüebli sind gut für die Augen

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nter allen Gemüsesorten enthalten Karotten am meisten Carotin (Alpha- und Betacarotin). Wie eben genannt wird dieses im Körper in Vitamin A umgewandelt. Dieses ist ebenfalls wichtig für die Sehfähigkeit. Je nach Rüeblisorte schwankt der Carotingehalt zwischen 5 und 30 Milligramm pro 100 Gramm Wurzelgemüse. Ein Tipp hierzu: Beim Zubereiten von Karotten mit ein wenig Fett kochen, da das Carotin fettlöslich ist. Es kann also viel besser aufgenommen werden, wenn auch etwas Fett mit im Essen ist. Zudem wird das Carotin von gut zerkleinerten Rüebli auch besser aufgenommen.

Fact 3: Das Rüebli muss orange sein

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as Rüebli war nicht immer Orange! Karotten waren ursprünglich cremigweiss oder violett bzw. purpurrot. Erst ab dem 16. oder 17. Jahrhundert gab es orangefarbene Karotten. Diese Züchtung stammt vermutlich aus den Niederlanden.

Die Indizen dafür:

  1. Das erste Gemälde mit orangen Rüebli stammt aus den Niederlanden und wurde im 17. Jahrhundert gemalt.
  2. Die ersten Sortenbeschreibungen von orangen Rüebli wurden von niederländischen Bauern im 18. Jahrhundert angefertigt.

Es könnte sein, dass die Holländer orange Karotten züchteten, um das niederländische Königshaus Oranien-Nassau zu würdigen. Laut Legende wollten die Bauern König Wilhelm von Oranien für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien mittels orangen Karotten danken. Aber aufgepasst: Es gibt keine historische Beweise für diese Gegebenheiten.

 


 

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edenfalls schmecken Karotten in allen Farben super und auch in der breiten Masse erfreuen die weniger bekannten Sorten wie die violetten, gelben und weissen Rüebli wieder zunehmend an Beliebtheit. Mit Rüebli lassen sich beispielsweise feine Rüeblimuffins backen oder eignen sich toll als Belag auf der Pizza. Auch als Beilage – nämlich als Knoblauchrüebli – schmecken sie hervorragend.

 


Quellen:

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